Die „Fanzoj-Waffenschmiede“: perfekte Technikund gediegene Handwerkskunst
Am Anfang steht die persönliche Entscheidung des Kunden. Es gilt, aus einer unendlichen Vielfalt an Modellen und Kaliber- (kombinationen) von einläufigen Büchsen, Flinten, Doppelbüchsen, bis hin zu kombinierten Waffen, die richtige Wahl zu treffen. Eine edle Kollektion von Jagdgewehren aus dem Hause Johann Fanzoj sowie umfassende jagdliche Erfahrung bilden dazu die hilfreiche Basis.
Denn: es geht um das Werden einer Waffe, ein Unikat, welches über Generationen unvergessliche Jagderlebnisse mit seinem Besitzer teilen wird.
Begonnen wird in der Werkstätte mit einer exakten Zeichnung, Kundenwünsche werden zu Papier gebracht, berechnet, und in einer Konstruktionszeichnung bekommt das edle Stück seine erste Form auf Papier. Auf Grundlage dieser technischen Berechnungen erfolgt die präzise Umsetzung durch Handwerkskunst auf höchstem Niveau.
Die Gewehrläufe werden aus dem vollen Material herausgearbeitet und nach jahrhundertealten überlieferten Methoden zu Mindestmaßen im eigenen Hause von Hand verlötet.
Nun gilt es den Lauf mit dem eigens erstellten Roh-Baskül und Vorderteil in präziser Handarbeit zu einem funktionierenden Ganzen zu vereinigen. Die Baskulierarbeit fordert das ganze Können und Sorgfalt des Büchsenmachers, denn vom Endergebnis wird die generations-überdauernde Haltbarkeit bei hohen Materialbelastungen mit jedem Schuß abhängen.
Des Büchsenmachers meisterliche Arbeit
Nun beginnt das Herzstück der Büchsenmacherkunst: das Montieren und die äußere Formgebung. Meisterliches Know-How sorgt für höchste Funktionalität und bildet mit seinem kunsthandwerklichen Anspruch die Basis für Schäfter und Graveur.
Wertvolles, hunderte Jahre altes Nuss-wurzelholz wird gemeinsam mit dem Kunden für den Schaft ausgewählt und entsprechend der Körpermaße des Kunden aus dem vollen Block kunstvoll in Form gebracht.
Hier ist höchste technische Präzision ebenso erforderlich wie ein künstlerisch-ästhetisches Auge. Denn: es heisst ja, „der Lauf zielt aber der Schaft trifft“.
Details kunstvoll zur Geltung gebracht
Darüber hinaus gilt der Schaft auch als Kleid der Jagdwaffe, und bestimmt deren Gesamtbild entscheidend mit.
Über Generationen gehütete Geheimnisse über die Wahl der Öle und zeitaufwendige Schleiftechniken ergeben ein makelloses Schaftfinish , welches das Holz erst ins richtige Licht setzt und jede Maserung, jedes kunstvolle Detail perfekt zur Geltung bringt.
Die Gravur bildet nun den Gipfel ästhetischer Wahrnehmung und Gediegenheit. Durch die verschieden-artigsten Techniken, von prachtvollen Reliefgravuren bis zu feinsten Boulinostichen, und durch persönliche Motivwahl , verleiht die Gravur der Waffe ihre unverwechselbare Einzigartigkeit und ist sichtbarer Ausdruck der Individualität des Kunden.
Nach erfolgreichem Überdruck-Beschußtest gemäß den strengen Richtlinien des österreichischen Beschußamtes in Ferlach, wird die Waffe im Betrieb nochmals umfangreich auf ihre Präzision getestet und professionell auf alle möglichen jagdlichen Einsätze vorbereitet, sowie mit Optik, handgefertigtem Gewehrkoffer und möglichen anderen Ausstattungswünschen komplettiert.
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